Anlässlich einer japanischen Ausstellung am Bertolt-Brecht-Gymnasium, befasste sich die dortige Theatergruppe mit der Umsetzung zweier japanischer Märchen.
Zum einen „Der Schutzgott Dshidso mit dem Strohhut“ und „Der Kater der millionenmal gelebt hatte“, der heute seine Premiere feierte.
In dem ersten Märchen geht es um einen armen Strohhutverkäufer, welcher ohne Erfolg versucht seine Hüte auf dem Markt loszuwerden. Auf dem Nachhauseweg setzt er sie den Steinfiguren des Schutzgottes auf und gibt, trotz des schlechten Wetters, sogar seinen eigenen Hut her. Aus Dankbarkeit für seine Großzügigkeit bringen die Götter am Abend Schmuck, Reis und Geld.
Das zweite Märchen behandelt die Millionen Leben einer Katze und befasst sich mit der Wiedergeburt. Es werden ein paar Beispiele für das Leben der Katze bei verschiedenen Herrchen dargestellt und man bekommt das Gefühl eines ewigen Kreislaufes und die Katze ist mit keinem dieser Leben zufrieden. Als letztes wird er als Straßenkater wiedergeboren und glaubt nun das für ihn perfekte Leben gefunden zu haben, er verliebt sich jedoch in eine weiße Katze und findet erst mit ihr das vollkommende Glück als Familie. Nach einem erfüllten Leben mit der weißen Katze stirbt er letzten Endes und wird nie mehr wiedergeboren.
Obwohl das Stück bei dem größten Teil des Publikum großen Gefallen fand, müssen wir sagen das wir anfangs Probleme hatten uns in die Thematik einzufinden, weil wir uns mit asiatischen Märchen überhaupt nicht auskennen.
Was dem Stück sehr viel Kraft gab, war die spürbare Gruppendynamik, der Zusammenhalt der Gruppe und der Spaß am Schauspiel.
Besonders hervorzuheben sind die Übergänge und Wechsel im Stück selber, die dafür sorgten dass die Geschichte geschmeidig blieb. Die Inszenierung war, trotz dem ungewöhnlichen und unkonventionellen Thema, sehr gelungen und schaffte es den Zuschauer die unbekannte Kultur nahe bringen.




