Auch das Städtische Abendgymnsium war dieses Jahr vertreten.
Das Stück war ziemlich simpel und verständlich gehalten, auch eine Idee Unterhaltung war dabei. Die Schauspieler, allen voran die Braut, kamen nach und nach auf die Bühne und nahmen um den Hochzeitstisch Platz, um an den Dialogen Teil zu nehmen, die durch bestimmte Laute geprägt waren. Auffallend war, dass die Darsteller allesamt sehr wenige Requisiten und Kostüme benutzt haben. Wenn es doch einmal Kostüme und Requisiten gab, dann waren diese raffiniert zweckentfremdet. So diente zum Beispiel eine Strumpfhose als Jäckchen der Braut, Reiswaffeln stellten teuren Kabeljau dar.
Es waren die kleinen Dinge, die das Publikum zu einem Lächeln zwang. Das Stück begeisterte mit einer tollen schauspielerischen Leistung und einer unterhaltsamen Umsetzung. Da alle acht Darsteller neben dem Abendgymnasium auch noch berufstätig sind, wurde nachts geprobt. Das scheint sie jedeoch nicht zu stören. Und uns stört es nicht, dass sie aus zeitlichen Gründen nur jedes zweite Jahr an den Münchner Theatertagen teilnehmen können. So bleibt die Vorfreude auf das Wiedersehen. Und wir sehen uns bald wieder!
So hieß der Beitrag des Gymnasiums Oberhaching. Über 30 Schauspielerinnen und Schauspieler in Blue Jeans und weißem Hemd wirkten in dem Stück mit. Rollen gab es nicht wirklich, mal war ein Darsteller ein Testobjekt, mal ein Kleiderständer. Da alle Altersklassen von der fünften Klasse bis in die K13 vertreten waren, ist Disziplin die Hauptvoraussetzung, die mitgebracht werden muss. Davon hatten die Schauspielerinnen und Schauspieler eine Menge und tosender Applaus begleitete sie von der Bühne.
Das Publikum war restlos begeistert. Der einzige zu bemängelnde Punkt war die Tatsache, dass es schwer war, das Stück zu verstehen, wenn man das Buch nicht gelesen hatte oder zumindest die Geschichte grob kennt. Doch dagegen gibt es ein tolles Mittel: Das Stück war eine Werkstattarbeit und wird am 17., 18. und 19. Mai nochmal aufgeführt. Wer es dann etwas besser verstehen möchte, liest bis dahin das Buch oder nimmt einen Deutschlehrer seines Vertrauens mit. Dann klappt es auch mit dem Schach….MATT!
Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann wurde von Lena Fischer in ihrer Facharbeit umgeschrieben.
Durch das Stück führen vier Erzähler: drei schwarze Frauen und Natanael selbst.
Die Rolle von Natanael wird von einem Mädchen herausragend gespielt. Nach dem Tod seines Vaters leidet Natanael unter Anfällen und Wahnvorstellungen, in denen er andere Menschen angreift. Bevor er sich am Ende selbst das Leben nimmt, tötet er seine Mutter indem er sie einen Turm herunter stößt.
Das schöne Stück, das eine Mischung aus Horror und Liebe darstellt, hat mir super gefallen. Die Schauspieler des Jugendtheaters spielten sehr überzeugend und der umgeschriebene Text ist spannend formuliert.
Am Mittwoch fand zwischen 14.30 Uhr und 15.15 Uhr eine Schülerbesprechung statt, zu der alle Theaterinteressierten und Mitwirkende eingeladen waren. In voller Länge könnt ihr euch diese Besprechung bei unseren Videos anschauen.
Vertreten waren das Bertolt-Brecht-Gymnasium, die Bernays Hauptschule, das Pestalozzi Gymnasium, das Gymnasium Oberhaching und das Dante Gymnasium mit Schülern und Schülerinnen zwischen 11 und 19 Jahren, gesprochen wurde über das Festival und die Situation des Theaters an den Schulen.
Viele Schüler erzählten, dass sie sehr überrascht waren, dass selbst die Theatergruppen aus den jüngeren Schulen z.B. der Grundschule schon so gut Theater spielen können. Kritisiert wurde aber dass das Ende meist dem starken Stück nicht gerecht wird und das man in den hinteren Reihen meistens nichts hört. Das letzte Stück des Vormittags des Bertolt-Brecht- Gymnasiums wurde mehrfach lobend erwähnt. Man muss sagen, dass die meisten Schüler und Schülerinnen, die selber spielen, sich so gut wie alle Stücke auch anschauen um dabei neue kreative Ideen sammeln zu können. Die allgemeine dominierende Stimmung war dann doch nach fast zwei Tagen die Müdigkeit aber auch die Freude auf die weiteren Stücke die noch folgen.
Das Festival ist auch eine Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen. Eine Schülerin erzählte sogar dass sie hier letztes Jahr ihren Freund gefunden hat.
Das Theater bedeutet den Schülern sehr viel. Es ist eine Chance aus sich rauszugehen, zu lernen vor Publikum zu sprechen und in neue Rollen zu schlüpfen. Es ist wie eine Flucht vor dem Alltag aus dem wir alle gerne mal entfliehen.
Abschließend kann man sagen, dass das Schultheaterfestival eine große Möglichkeit ist mit den Theatergruppen der anderen Schulen in Kontakt zu kommen, Neues zu lernen und andere Theaterinteressierte zu treffen.
Das Lion-Feuchtwanger-Gymnasium hat eine ganz neue Version von „Alice im Wunderland“ auf die Bühne gebracht. Die Grundidee entstand im Schullandheim und geprobt wurde nur eine Woche lang. Das hat man leider auch gemerkt. Die einzelnen Ideen waren sehr phantasievoll und die Geschichte wurde modern wiedergegeben. Es fehlte nur ein roter Faden der durch die einzelnen Szenen führte. Außerdem hatte man das Gefühl das manche Witze nicht so angekommen sind wie erwartet aber es gab trotzdem ein paar Lacher.
Besonders stachen die Grinsekatze, mit einem phänomenalen Grinsen und der unter Zeitdruck stehende Hase hervor. Die anderen Schauspieler legten auch eine solide Leistung ab und sollten für ihre eigenen Ideen gelobt werden. Vielleicht waren die Ideen nur noch nicht ganz ausgereift und die Endproduktion wird sehr viel versprechend werden. Wir sind in jedem Fall gespannt!
Die Theatergruppe des Dante-Gymnasium, bestehend aus den 6. Klassen, feierte heute mit ihrem Stück „Alibaba und die 40 Räuber“ beim Theaterfestival Premiere.
Jeder kennt die Geschichte von Alibaba, der das Versteck der 40 Räuber findet und sich sich einen Teil ihrer Beute mitnimmt. Zuhause angekommen findet sein Bruder sein Geheimnis heraus und möchte nun selber Gold holen. Seine Gier ist beim Anblick der ganzen Schätze so groß, dass er das Passwort für die Tür vergisst. Die 40 Räuber kommen währenddessen von ihrem Beutezug zurück und ermorden Alibabas Bruder. Alibaba holt einige Tage später die Leiche um sie zu beerdigen. Die Räuber wollen nun wissen wer noch von ihrem Versteck weiß und versuchen nun Alibaba aufzufinden und zu ermorden. Glückerweise ist die Sklavin Marianne so schlau das sie die Tricks der Räuber durchschaut und Alibaba vor dem Verderben rettet.
Das Stück zeichnet sich dadurch aus das die Schauspieler zwischen der Ich und der 3. Person wechseln d.h. sie spielen ihre eigene Rolle und übernehmen gleichzeitig den Erzählerpart. Die Inszenierung ist lebendig und humorvoll gestaltet. Sowohl wir als auch das Publikum waren begeistert und konnten die Leidenschaft der Schauspieler sichtlich spüren.