Elinor Haftel von der Rudolf-Steiner-Schule nahm sich im Rahmen ihrer Jahresarbeit den Monolog „Radio noir“ von Albert Ostermaier vor.
Eine Nighttalkerin ruft über Radio und den Fernseher zu Brandstiftung, Anarchie, Sex und Selbstmord auf.
Dies Beschreibung des Psychomonologes findet man über all. Das Stück ist hart, genauso wie seine Sprache. Es wird freizügig, provokativ und unzensiert über Themen wie z.B. Sex geredet.
Die Zuschauer erleiden im ersten Moment einen Schrecken die Stimmung während und nach dem Stück ist von Schock geprägt, aber auch voll von Bewunderung für diese junge Schauspielerin. Sie schafft es, dass das Publikum von Anfang bis Ende ihr aufmerksam folgt. Ihr Auftreten ist düster und in Mischung mit der Hängebühne verbreitet es die richtige Stimmung.
Die Schauspielerin selbst erzählt, dass sie versuchen musste Abstand von der Rolle zu gewinnen. Manchmal schaffte sie es nicht und es ging ihr dann schlecht deswegen. Sie selbst beschreibt den Charakter der Nighttalkerin als psychisch instabil und einsam, die aber ihren seelischen dark room durch ihre Radio- und Tv-Auftritt verdrängt.
Das Publikum empfand dieses Stück lobenswert und sehenswert. Die großartige schauspielerische Leistung ist dafür sicher maßgeblich.

